Sommerzeit, wie ich dich brauche .. NICHT

Vor wieviel Jahren gab’s die EU-Abstimmung zur Abschaffung? 2019? Egal. Passiert ist nix.

Was mich viel mehr nervt sind all die Stimmen, die sich für eine dauerhafte SOMMERZEIT aussprechen 🤦🏼‍♀️. Wir würden also in der Zeitzone für Istanbul, Griechenland leben. Wie stellt ihr euch das denn vor? Das wir im Winter abends schön im Biergarten sitzen und das Feierabendbierchen genießen können? Habt ihr euch denn schonmal damit auseinandergesetzt, was diese für uns Mitteleuropäer fremde Zeitzone bedeutet? Ich glaube nicht.

Welche Folgen ein Leben in einer für uns fremden Zeitzone (bezogen auf den Wohnort) für unsere Gesundheit haben kann, findet man in diversen Artikeln, wenn man “Auswirkung Sommerzeit Gesundheit” recherchiert. Ein paar weiterführende Links habe ich unten aufgeführt.

Unter anderem gehören dazu:

  • gestörter Biorhythmus
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Übergewicht
  • Stoffwechselkrankheiten
  • erhöhte Anzahl von Herzinfarkten
  • mehr Verkehrsunfälle 

Was genau in deinem Körper passiert, erklärt dir dieses 🔗 Quarks Video sehr eindeutig in nur knapp drei Minuten.

Ist den MESZ Befürwortern denn klar, dass es mit einer dauerhaften Sommerzeit im mitteleuropäischen Winter in Deutschland erst um etwa 9:30 Uhr morgens hell werden würde?

Warum diese Zeitumstellungen? Unser Biorhythmus (“innere Uhr) ist so effizient, dass wir uns recht schnell an länger werdende Tage oder Nächte gewöhnen können. Ich habe auf jeden Fall noch keinen Menschen kennengelernt, der mit der graduellen Änderung der Lichtverhältnisse große Probleme hatte.

Wer gerne zum Campen geht weiß: Wir werden automatisch wach, wenn es hell wird, und müde, wenn es dunkel wird. Dafür ist unser Schlafhormon Melatonin zuständig. Dieser Botenstoff ist regelt unseren Tag-/Nachtrhythmus und fördert unseren Schlaf. Dieses Hormon wiederum wird aus einem anderen Hormon, Serotonin, unserem Glückshormon gebildet.

Zum ersten Mal konnte ich das so richtig beobachten, als ich zur Jahrtausendwende auf dem Motorrad Richtung Äquator los bin. Das Übernachten in der Wüste, im Zelt hat mich mit der Natur ermüden lassen, mich aber auch mit den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne wieder wach werden lassen. Selten habe ich mich “nicht ausgeschlafen” gefühlt.

Chronotypen

Photo by Rex Pickar

Ob du zu den Früh- oder Spättypen (Lerchen und Eulen) gehörst, hat übrigens nichts damit zu tun, ob du viel oder weniger Schlaf benötigst. Gut beschrieben in diesem 🔗 GEO-Artikel. Hier wird auch der “permanente Jetleg” beschrieben – der Zustand, wenn deine innere Uhr nicht im Einklang mit der äußeren Uhr ist.

Ich gehörte übrigens zu den Eulen 🦉.
Aufstehen in der Dunkelheit? Nicht, wenn ich es vermeiden kann 😝.


Hier noch drei Links, die nicht allzu lang sind und dir einen schnellen Überblick über die Thematik geben können.

🔗 Zeitumstellung: Welche Auswirkungen hat sie auf unsere Gesundheit? auf Futura-Sciences.com

🔗 Zeitumstellung und Gesundheit auf Uhrzeit.org

🔗 Weshalb die Winterzeit gesünder ist auf Stiftung Warentest

Ein Podcast über Katonah Yoga®, LYT® u.v.a.m.

Im Mai diesen wurde ich von der zauberhaften Janka Horvath zu einem Interview für ihren Podcast SALTYALMA eingeladen. Es war ein ganz wunderbares Gespräch, und ich bin ihr sehr dankbar für diese Gelegenheit.

Janka hat über ihre Leidenschaft für Katonah Yoga® meinen YouTube Kanal entdeckt. Es finden sich dort nicht sehr viele Yoga Videos, hauptsächlich aber Katonah Yoga®, was sie schlußendlich auch dazu bewogen hat, mich einzuladen. Oh, wie groß war die Freude, als sie festgestellt hat, wieviel mehr noch dahinter steckt.

Das ich in den letzten Monaten so wenige Videos veröffentlich habe, liegt vor allem daran, dass ich mich erstmal nicht als DIE Online Yogalehrerin sehe.

Zudem habe ich mir die Covid19-Pandemie zunutze gemacht und mir eine kleine Auszeit genommen, um eine anatomiebasierte Ausbildung mit der renommierten Physiotherapeutin und Yogalehrerin Lara Heimann anzufangen.

Das Studium der LYT Yoga® Methode (Laras Yoga Technique) ist faszinierend. Es nimmt Zeit in Anspruch. Mir fehlt noch ein Modul zur 300-Stunden-Zertifizierung .. und es wird weitergehen.

Aber darüber wollte ich heute gar nicht sprechen. Es geht um die Zeit, die ich brauche, um all das Wissen zu verarbeiten. Mich in dem Ganzen wieder zu finden, es zu verinnerlichen, so dass es MEINS ist.

Genau so ging es mir auch mit Katonah Yoga®. 2013 bin ich nach New York City, um meine erste Katonah Yoga® Ausbildung anzufangen.

Es hat sage und schreibe drei Jahre gebraucht, bis ich tatsächlich so weit war, um das Material, das diesen Yogastil ausmacht, vollumfänglich und ganzheitlich unterrichten zu können.

Die Zeit des Rückzugs ist für mich essentiell, um das Neue am eigenen Körper zu ERFAHREN, zu ERLEBEN, es mir ZU EIGEN zu machen. Das funktioniert nur – wie bei vielem anderen auch – wenn ich dran bleibe, über eine längere Zeit.

Ich will in der Lage sein, einen Weg zu finden, um das, was mir geholfen hat, was mir die Tür geöffnet hat, an meine Schüler weiter geben kann. Das ist es, was mich glücklich macht. Vier Monate, vier Wochen, vier Tage, vier Stunden reichen da einfach nicht aus. ICH brauche sozusagen »Langzeitergebnisse«.

Bis heute kann ich es kaum verstehen, dass es Menschen gibt, die mit einem offensichtlich sehr viel kürzeren Zeitraum auskommen. Noch weniger kann ich es verstehen, dass jemand direkt aus einem Training rauskommt und gleich Tutorials und andere Weisheiten raushaut.

Ja, bin ich voll dabei. Den Weg teilen, stolz sein auf das, was man erreicht hat. Aber bitte authentisch bleiben!

Wenn ich alles nur abkupfere wird das leider nichts mit der Authentizität. Diese fehlende Echtheit ist tatsächlich etwas, was ich mehr und mehr auf sämtlichen Social Media Kanälen sehe. Es finden sich sehr wenige, die wirklich ihren eigenen Weg gefunden haben. Die meisten springen einfach auf einen Zug in der Hoffnung, dass sich die Wagenreihenfolge ändert. Da heißt es für mich dann nur Ignorieren oder sogar “Entfolgen”. Wofür eine CopyCat anfeuern, wenn ich das Original haben kann?

Mein Anspruch an mich selbst ist da ein wenig höher. Zu Zeiten sogar etwas zu hoch, so dass ich wie ein Eichhörnchen erstarre und nicht weiß, was ich als Erstes tun soll, weil es noch nicht “perfekt” ist. Tatsächlich ist das ein Thema für einen anderen Artikel.

Egal, jedenfalls macht es mich überglücklich, mein Yoga zu finden. Und dass macht mich zu einer sehr guten Lehrerin. Ich nehme mir die Zeit, alles anzuschauen, es zu verinnerlichen. Denn nur so kann ich ein Educator of the Students sein.

Ach, ich könnte hier ewig drüber sinnieren, aber zurück zu den dünn gesäten Yoga Videos auf meinem YouTube Kanal, und dass sich dort vor allem Katonah Yoga® Klassen finden. Jetzt wisst ihr warum. Noch bin ich auf der Suche nach meinem eigenen Ding.

Ich werde es finden. Es kristallisieren sich schon ein paar tolle Sachen. Bis ich zum Kern vorgedrungen bin, gibt es auf alle Fälle jeden Woche weiterhin die virtuelle Einheit (den aktuelle Registrierungslink findet ihr immer auch HIER). Und seit Juni sind ja die Studios auch wieder geöffnet, so dass wir uns in Echt sehen können.

Graphics by @saltyalma

In Jankas Podcast, Episode 28 sprechen wir über meine Yogareise, über Katonah Yoga®, die Theorie dahinter und natürlich über LYT Yoga®. Aber auch ein bisschen Ayurveda und ein paar Dinge mehr, die mich geformt und zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.

Janka und ich haben uns auf Deutsch unterhalten.

Habt viel Freude beim Zuhören und lasst mich wissen, was ihr davon haltet.

Bis zum nächsten Mal

Dinacharya Habit #1 „Das frühe Abendessen – Early Dinner“

(first published on BeeAthletica.com on August 9, 2014)

Die Zeit der Fußballweltmeisterschaft liegt hinter uns. Spannende Spiele, mühsame, sehr erfolgreiche aber vor allem sehr späte Spiele haben uns die letzten Wochen begleitet. Public Viewing, Grillen mit Freunden und Nachbarn im Garten … das war doch Sommerlaune pur, richtig? Wenn dir in dieser Zeit jemand gesagt hätte, lass uns doch unser Abendessen ein wenig vorziehen …

Wir alle – inklusive mir selbst – waren meilenweit entfernt von einem „idealen Tagesablauf“ entfernt. Ein regelmäßiger Tagesrhythmus ist jedoch für die Erhaltung der Gesundheit und für die Weiterentwicklung von Körper, Geist und Bewusstsein unerlässlich, weil wir uns dadurch wieder mit den natürlichen Rhythmen synchronisieren („Getting in sync with nature“).

„Es gibt eine Uhr der Doshas, die anzeigt, wann ein bestimmtes Dosha den Gipfel seiner Kraft erreicht, und eine biologische Uhr, die anzeigt, wann ein bestimmtes Organ den Gipfel seiner Funktionsfähigkeit erreicht. Aufgrund dieser beiden Uhren haben die ayurvedischen Weisen einen idealen Tagesablauf (Dinacharya) entwickelt, der versucht, die biologische Uhr, die Uhr der Doshas und die chronologische Zeit miteinander in Einklang zu bringen.“ (Auszug aus „Selbstheilung mit Ayurveda“, Vasant Lad)

Chinese Body Clock “Chinese Body Clock” by Center of True Healing

Es ist Teil unserer Kultur und unserer Gesellschaft, unser Abendessen erst nach 18 Uhr zu uns zu nehmen. Es ist die Zeit, in der wir mit der Familie, mit Freunden oder einfach auch nur, weil wir so groß geworden sind, uns die Zeit für das Essen nehmen. Für viele ist es sogar die Hauptmahlzeit des Tages.

Das ist natürlich auch genau die Zeit, in der sich der gesamte Organismus auf die Nachtruhe vorbereitet. Das ganze Verdauungssystem lässt schon etwas nach, die Energie nimmt ab. Wenn wir (zu) spät essen, laden wir uns im wahrsten Sinne des Wortes eine Last auf, die unseren Körper ineffizient werden lässt. Er muss zu einer Zeit, in der er dabei ist „runter zu fahren“, noch einmal so richtig auf Hochtouren kommen. Das verändert die gesamte Körperchemie, die uns nicht richtig einschlafen oder sehr unruhig schlafen lässt. Man fühlt sich am nächsten Morgen einfach nicht ausgeruht. Der gleiche Effekt tritt übrigens auf, wenn wir zwar früh, aber zu schwer zu Abend essen.

Die perfekte Zeit für ein Abendessen liegt  – je nach Dosha – bei 18 Uhr für Vata-Typen, 18-19 Uhr für Pitta-Typen und 19-20 Uhr für Kapha-Typen. Vielleicht warst du schon bei einem Ayurvedaspezialisten und weißt um deine Doshas. Falls nicht, kannst du dir hier einen Test ausdrucken http://kaya-veda.de/gratis/doscha_typ.php Dieser Test ersetzt natürlich auf keinen Fall eine ausführliche und persönliche Beratung, kann dir aber einen Hinweis auf deine persönliche Konstitution geben.

Natürlich kommen jetzt schon die ersten und vor allem eigenen Gegenargumente in den Kopf geschossen. Etwas, das ich sehr oft höre ist, dass „man“ zum Mittagessen ja nur was Kleines ist, und irgendwann muss man ja mal was „Richtiges“, vor allem was Warmes essen.

Verlege deine Hauptmahlzeit auf die Mittagszeit. Das optimale Zeitfenster dafür liegt mitten in der Pitta-Zeit zwischen 11 Uhr vormittags und 13 Uhr nachmittags. Da läuft das Verdauungsfeuer auf Hochtouren. Alle an diesem Prozess der Verarbeitung beteiligten Organe sind in dieser Zeit darauf ausgerichtet, höchst effizient alles Zugeführte auszuwerten, zu verwenden und aufzuspalten. Ich persönliche achte dabei auf Nahrungsmittel, die so gut wie nicht vorverarbeitet sind (non-processed food).

Lunch Time is Steak Time (auch wenn Fleisch nie auf deinem Einkaufszettel steht). Zu dieser Zeit solltest und kannst du auch alles essen, was deinen Organismus optimal versorgt.

Was sonst noch für Argumente angebracht werden, dürfte jedem bekannt sein „Aber da bin ich doch noch beim Laufen, im Yoga, beim Schwimmen, im Malkurs, beim Töpfern, im Biergarten …“. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Für Familienmenschen: „Der Mann/die Kinder kommen doch erst danach (nach der Arbeit/Sport …) nach Hause und wir genießen doch so sehr die Zeit beim gemeinsamen Essen.“

Vielleicht hast du ja auch noch andere, sehr gute Gründe, warum das mit dem Early Dinner vor 18 Uhr genau bei dir nicht klappen kann. Schreib sie auf. Schreib alles auf, was dich daran hindert und überlege dir, wie eine Alternative aussehen könnte, um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Hier ein paar Anregungen: Überlege dir, ob du dein Laufen, dein Yoga, das Schwimmen auf eine andere Tageszeit verlegen kannst. Ok, Mal- und Töpferkurse sind normalerweise  fix, aber hier könntest du z.B. VOR dem Kurs noch etwas Leichtes zu dir nehmen. Als Familienmensch könntest du etwas früher dein Abendessen zu dir nehmen. Alleine, um dann mit deiner Familie, wenn alle zuhause sind, zusammen am Tisch sitzen, vielleicht noch einen Tee trinken und so das Zusammensein genießen.

StilLebenHier ein paar Tipps, um dir den Umstieg zu erleichtern:

Keep it simple & yummy

Das Abendessen sollte leicht zu verdauen sein. Menschen bzw der menschliche Körper produziert während der Nacht nicht genügend Gallenflüssigkeit, um schweres oder zu spätes Essen zu verdauen. Be creative und bereite dir etwas Leicht & Leckeres zu. Je später du isst, desto leichter sollte es sein. Suppen und Salate … roh oder gekocht … kalt oder warm. Ganz nach deinem Gusto.

Plane im Voraus

Plane dein Abendessen im Voraus. Setze dir einen „Termin“ in deinen persönlichen Kalender. Wenn du zu den Prime Time Sportlern gehörst, verlege das wenn möglich entweder auf eine andere Tageszeit, z.B. den frühen Vormittag oder (siehe unten), lass diesen Tag zu der Ausnahme gehören. Du wirst – wenn alle Habits einen Weg zu dir gefunden haben – wirklich mehr Zeit für dich und deinen  Sport haben.

Erkenne deine Beweggründe

Wenn du dich häufiger mit Freunden zum gemeinsamen Essen nach 20 oder 21 Uhr triffst, wird dies natürlich zur lieben Gewohnheit. Denk über andere Wege nach, um mit deinen Liebsten wertvolle Zeit zu verbringen.

Lege einen Zeitpunkt fest

Einen Zeitpunkt,  an dem du spätestens anfängst zu essen, so dass du bis 18 Uhr fertig bist. Eine Ausnahme hier und da ist absolut ok. Lege es darauf an, es wenigstens 5x pro Woche „zu schaffen“.

Gestalte die Zeit „danach“

Du wirst feststellen, wieviel Zeit du für so schöne Dinge nach dem Abendessen hast wie z.B. einen Spaziergang oder ein Spiel mit deiner Familie. Es bleibt viel Zeit für ein Telefonat mit lieben Menschen. Oder – sehr schön in der Winterzeit – arbeite an einem Projekt, das dir am Herzen liegt. Lese oder schreibe ein Buch, male, sei kreativ und geh früh schlafen.

Visualisiere

Genau jetzt, während du diese Zeilen liest, stell dir vor, wie du dein frühes Abendessen zu dir nimmst. Stell dir vor, wie es sich anfühlt, ohne Völlegefühl und schwerem Leib ins Bett zu gehen.

Und hier ein paar kleine Hinweise zum Essen selbst

Und wieder gilt: Keep it simple. WochenMarkt1

Im Englischen wurde das Dinner früher auch Supper genannt, im Sinne von „little supplement“. Es sollte kein Show-Stopper sein, aber so ein „kleines Etwas“. Suppen, etwas Gedämpftes oder auch Eintopf, Fruchtsalate, grüne oder marinierte Salate. Keep it Simple!

Plane deine Woche

Oh, was sehr Administratives und es hat eine Weile gebraucht, bis dieses Vorausplanen einen Weg zu mir gefunden hat. Plane deine Woche, bevor du den Elan verlierst. Überlege dir, was du die Woche über abends noch für dich zubereiten möchtest. Suche dir einen Tag aus, an dem du deine ganzen Einkäufe für die kommenden 7 Tage erledigst. Entwerfe dir einen „Essensplaner“, fülle ihn aus und geh einkaufen. Es ist unglaublich entspannend, nicht mehr jeden Tag vor dem Kühlschrank stehen zu müssen und sich zu fragen „was esse ich denn heute?“.

Ein Essensplaner könnte wie folgt aussehen: Essensplaner

„Don’t Snack“

Du wirst nicht hungrig genug sein, wenn du zwischendurch diese vielen, kleinen, lieb gewonnenen Dinge wie Kekse, Schokoriegel, Müsliriegel, Energiekugeln usw zu dir nimmst. Wenn’s zu schlimm werden sollte, ess‘ ein Stückchen Obst (keine Bananen) zwischen Mittag- und Abendessen. Lass deinen Körper einen Hunger entwickeln. Lerne den Unterschied zwischen Appetit und Hunger kennen.

Bereite dein Abendessen am Morgen zu

KnoblauchPresseOk, das erscheint jetzt UN.DENK.BAR! Aber … es ist super einfach, wenn du deine Woche geplant hast. Du kannst einen Reiskocher oder Schnellkochtopf verwenden. Während du dich für deinen Tag vorbereitest, kannst du z.B. Wurzelgemüse im Backofen vor sich hin backen lassen.

Für die schnelle Küche:

Röste Wurzelgemüse am Morgen.

Für eine Suppe löse einen Gemüsebrühwürfel in heißem Wasser auf.

Wenn du von der Arbeit nach Hause kommst, koche Quinoa im Reiskocher.

Du kannst einen Salat bereits am Vormittag marinieren, damit du ihn dann abends essen kannst.

Denk immer daran, es sind die kleinen Schritte, die zum Erfolg führen. Versuche erst gar nicht, deine gewohnte Essenszeit um 3 Stunden vorzuverlegen. Probiere es einfach mal mit 15 min. Gehe sukzessive vor und beobachte dich und die Auswirkungen auf dich. Schreib alles auf. Sehr gut wäre natürlich, du findest jemanden, der mitmacht. Dann könnt ihr euch im Gespräch austauschen und motivieren, miteinander reden und hören, was ihnen dazu einfällt.

Noch ein ganz wichtiger Punkt: Sei entspannt. Wenn’s mal nicht so klappt, wie du es dir vorgenommen hast, geht die Welt davon nicht unter. Es ist nur wichtig, dass du den Zusammenhang zwischen „Cause & Effect“ erkennst und dich am nächsten Morgen nicht wunderst, dass der leckere Schwäbische Zwiebelrostbraten dann doch irgendwie schwer im Magen gehangen ist.

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, die hier unbeantwortet blieben, dann schreibe mir einfach eine kurze eMail mit dem Betreff “Early Dinner – Ich hätte da mal eine Frage”.

Die schönen Bilder von Wochenmarkt & Co durfte ich mit freundlicher Genehmigung von Sonja Netzlaf für diesen Beitrag verwenden. Ihre zauberhaften Artikel zu den Themen Handwerk, Kreativität, gutes “echtes” Essen, Natur, Fotografie und Bewegung könnt ihr auch auf http://wurzelwerkblog.wordpress.com nachlesen.

Im nächsten Teil dann „Habit #2 – Early to Bed“ geht es dann um das frühe Schlafengehen.

Happy changing!
Eure Andrea

Folgende Fragen kannst, musst du aber nicht für dich beantworten:

Was ist deine stärkste und kraftvollste Ausrede, damit du in jedem Fall dein Abendessen NACH 18 Uhr einnehmen musst?

Wie sieht deine Strategie aus, um diese Ausrede auszuhebeln?

Auf welche Uhrzeit für ein frühes Abendessen könntest du dich einlassen, so dass es eine Veränderung zu deinem Jetzt-Zustand ist?

Kannst du dich darauf einlassen, diese Veränderung für 5 von 7 Abenden umzusetzen?

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Yoga Weekend
‘Autumn Leaves’
October 2-5, 2014
Mawell Resort, Langenburg, Germany

Interested? Just drop me an eMail.

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Interested in a private session? Lots of options available, email me yogmand(a)icloud(dot)com or check out the website for a studio close to you!

Dinacharya oder Täglich grüßt das Murmeltier und das ist auch gut so!

(first published on beeathletica.com May 27, 2014)

Das letzte halbe Jahr habe ich mit der unsagbar großartigen Unterstützung eines Coaches angefangen, meine Daily Habits, meine täglichen kleinen Routinen zu beleuchten und zu verändern.

Bevor ich damit begann, war mir klar, dass es mir zwar gut, aber nicht großartig ging. Ich wollte mich aber großartig fühlen. Allerdings hatte ich keinen blassen Schimmer, in welche Richtung ich gehen sollte. Ich tat doch schon (fast) alles, was zu einem ganzheitlichen Alltag gehört. Ich ernährte mich einigermaßen gesund, bewege mich regelmäßig, bin oft, vielleicht aber auch zu selten an der frischen Luft und auch sonst … alles paletti. Oder etwa nicht?

Nein, nicht alles in Ordnung. Viel zu oft müde und erschöpft, abgehetzt und fremdgesteuert.

Photo May 17, 5 46 55 PM Trotz 8-Stunden-Schlaf unausgeschlafen, weil die Nacht nicht wirklich erholsam war. Morgens immer ein bisschen zu lang im Bett gelegen. Dann schnell aufgestanden. Ein paar Sonnengrüße und vielleicht die ein oder andere Asana, damit der Körper auch wirklich wach wird. Radio anstellen und schnell den Smoothie inkl Weizengrasssaft zubereitet. Man will sich ja was Gutes tun. Endlich Kaffee. Ab ins Bad unter die Dusche, nebenher Zähne putzen. Überlegen, was ansteht, was soll ich anziehen. Der Kaffee schmeckt heute aber seltsam.

eMails, Facebook und What’s App checken (ich bin ein Junkie, ich weiß). Die Zeit scheint still zu stehen. Mist aber auch. 15 Minuten rum wie nix. Morgen bleibt das doofe Handy aber aus, bis ich das Haus verlasse *haahaaa*

Ab in’s Auto und auf dem Weg durch die Stadt wird schon der erste Druck aufgebaut. Stuttgart mag ja eine Autobauerstadt sein, auf keinen Fall ist sie eine AutoFAHRERstadt. Alles stockt, alles schläft. Ich bekomm‘ ne mittelschwere Krise, weil ich es – wie jeden Morgen – mal wieder nicht vor 9 Uhr ins Büro schaffe.

Weil sich der Weg nach Hause nicht lohnt, etwas länger im Büro bleiben, damit ich im Anschluss gleich ins Yogastudio fahren kann. Unterricht bis 22 Uhr. Dann endlich nach Hause. Endlich Ruhe, endlich Zeit für mich. Me-Time, wie ich es gerne nenne. Jetzt noch die Lieblingsserie gucken, etwas essen (*gosh* bin ich hungrig) und *huch* schon halb eins? Ab ins Bad, dann ins Bett. Schlafe sofort ein, rege Träume.

Der nächsten Morgen … siehe Text oben. Ersetze Unterricht mit sonstigen Pflichten wie Einkaufen, Wäsche waschen, Wohnung wieder herrichten etc etc. Die Liste kann beliebig lang sein.

Mir war also klar, so geht es auf Dauer nicht weiter. Viel zu wenig Quality Time mit mir selbst. Ich muss was ändern, dringend!

Photo May 17, 2 06 57 PM (1) Wie so oft im Leben, wenn der Schüler bereit ist, taucht der Lehrer auf. In diesem Fall mein Ayurvedalehrer. Auf einem Workshop erzählte er uns von einem Online Ayurveda Training, das er anbietet. Ein paar Tage später schrieb ich ihn an, bekundete Interesse und fragte, um was es sich dabei genau handelt. Er erzählte mir etwas von Dinacharya – Daily Habits und warum sie eine gute Investition in mein Wohlbefinden und vor allem in meine Gesundheit sind. Das Online Training würde in Form eines wöchentlichen Telefonats stattfinden inkl Online Unterstützung via eMail und Facebookgruppe. Er kündigte mir aber auch gleich an, dass eine Routine, bevor sie zur Gewohnheit wird, sehr zeitintensiv ist und ich fragte mich ernsthaft, wie ich das alles unterbekommen soll.

Ich bin diesen Schritt trotzdem gegangen und seitdem hat sich bzw habe ich einiges verändert … und es geht mir großartig dabei 😀

Photo May 17, 2 20 34 PM (1) Dieser Artikel stellt den Start einer 8-teiligen Serie dar. In jedem Teil werde ich eine der üblichen Verdächtigen in der Reihenfolge vorstellen, wie ich sie vermittelt bekommen habe. Versehen mit Tipps und Hinweisen zum Selbstversuch und genügend Zeit, um sich daran auszuprobieren. Natürlich werde ich auch über meine Hürden, Hindernisse und Stolpersteine berichten.

Freut euch auf den ersten Teil mit Habit #1 – Das frühe Abendessen

Yoga and the Seasons

Autumn

“Ayurveda is considered a sister science to yoga, both coming from the Vedic tradition in India and are approximately 5000 years old. The word Ayurveda translates as ‘the science of longevity’ and includes using herbs, food, asana poses and what is known as pancha karma (purification practices) to heal and balance an individual. All people are unique and not one prescription therapy would be used for another person.

Currently we are in the fall season, which is known as vata season in Ayurveda. Each season has it unique characteristics that require different changes to our diet, yoga practice, etc… in order to keep ourselves in balance. Vata is comprised of space and air and characteristics include light, dry and windy. To balance vata, grounding is required. Moving slower and more deliberately in yoga, eating heavy, oily, denser foods, all help to balance out the airy environment around us.

Vata season is a natural time to deepen your spiritual work.”

~ Samantha Sidari Tollinchi

Couple of days ago I was kind of wondering why my early morning practice let me – unintentionally – more to the seating positions. My self led practice is a great inspiration for my classes and therefore my teachings were more serious, quite, slowly and … grounding.

After my time in New York City last April I started to read more about the quality of the seasons and the effect on the mind, body (and soul) so I came to the same conclusion but couldn’t put this into the right words. 

I am very glad and grateful I found this piece of knowledge.

Thinking about learning more about Ayurveda 🙂