Reminder: Resting is a good thing

Nun sind sie wieder da. Die Gedanken über die vergangenen Wochen und Monate, vielleicht sogar Jahre. Und ich gebe gerne zu, dass ich selten dem Ende eines Kalenderjahres mit so vielen traurigen und entmutigenden Gedanken entgegengeblickt habe. Angefangen von der Politik, über unsere gesellschaftliche Situation, die uns bevorstehende kalte Zeit mit allem was dazugehört, Inflation, Rezession, und wie schwer es für uns werden wird.

Jammern auf sehr hohem Niveau, ist mir schon klar.

May I never be complete. May I never be content. May I never be perfect.

Chuck Palahniuks

Im Moment kann ich noch nicht mal für mich selber absehen, in welche Richtung meine Reise geht. Mein Job nimmt mich sehr ein und lässt mir kaum Zeit, meinen Gedanken um meine Zukunft freien Lauf zu lassen oder sie gar zu ordnen.

Trotzdem gibt es diesen Antrieb. 

Jeden Morgen aus dem Bett aufzustehen.
Jeden Tag sein Bestes zu geben.
Jeden Tag mit positiven Gedanken und zufrieden mit sich selbst Schlafen zu gehen.

Aber auch 

Mitgefühl für andere aufzubringen.
Offen zu sein für neue Wege und Meinungen.

Und vor allem.

Sich selbst vergeben, wenn all das mal nicht so klappt, wie man das gerne gehabt hätte.
Wenn man – wie ein Frischling – Fehler gemacht hat.
Wenn man sich durch eine blöde Bemerkung verunsichert fühlt und wie ein Reh im Fernlicht einfach stehenbleibt.
Wenn man – wie ganz oft um diese Jahreszeit – vergangenen Zeiten nachhängt.

Ganz aktuell gibt’s jetzt aber …

Physio meets Yoga in NOVEMBER.

𝕀ℕ-ℙ𝔼ℝ𝕊𝕆ℕ ℂ𝕃𝔸𝕊𝕊𝔼𝕊 𝕀ℕ ℕ𝕆𝕍𝔼𝕄𝔹𝔼ℝ

Mittwoch, 2. November, 10:15-11:45
Mittwoch, 9. November, 11:k0-13:20
Mittwoch, 16. November, 16:30-18:00
Mittwoch, 23. November, 16:30-18:00
Mittwoch, 30. November, 16:30-18:00

Puls Killesberghöhe (ehem. Jivana Yoga)

📸 Child’s or Seed Pose (Balasana)

🤓 Did you know that Balasana is amazing if you’re finding yourself in a place where you have many thoughts swirling around in your head? It also has an instant calming and soothing effect on the brain.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Ihr seid das Highlight meiner Woche, und ich freue mich riesig, euch wieder auf der Matte begleiten zu dürfen.

Und damit dieser Gedankenstrang nicht abreisst.

Als ich heute meinen Blogpost für den monatlichen Unterrichtsplan erstellt habe, viel mir auf, dass ich keine, wirklich keine aktuellen Bilder mit mir in einer Yogapose oder zumindest ein yogaverwandtes Bild habe.

Es gab eine Zeit, an denen ich jeden Tag mindestens ein, meistens sogar mehr (Yoga-) Bilder für Instagram geschossen, bearbeitet und den dazugehörigen Text vorbereitet habe.

  • In dieser Zeit habe ich auf dieser Social Media Platform ein respektables „Following“ angehäuft.
  • In dieser Zeit habe ich – neben meiner Arbeit – ca 5-10 Stunden pro Tag (!!!) investiert, um mit meinen Follower in Kontakt zu bleiben.
  • In dieser Zeit habe ich kein Privatleben gehabt, war die meiste Zeit online alleine, hetzte von einem „Gig“ zum nächsten.

Ja, in dieser Zeit habe ich jede Woche, jeden Monat mindestens 2-5 Anfragen erhalten, ob ich einen Workshop, ein Training oder sogar auf einer Yoga Conference einen Einheit unterrichten würde.

Ganz ehrlich … ich habe es genossen und mein Plan stand.

Ich werde berühmt.

Die Pandemie machte mir einen Strich durch die Rechnung. Online Unterricht habe ich ausprobiert und für mich entschieden, daß es mich nicht erfüllt. Eher das Gegenteil, es brannte mich aus.

Walk the Talk.

Mein Körper konnte durch die Degeneration meines linken Hüftgelenks irgendwann nicht mehr das vermitteln, was mein Mund in meinem Unterricht erzählt hat. Die Hüftoperation war das Beste, was ich in den letzten 2,5 Jahren angegangen bin. Trotzdem hat sie mich ausgebremst und meinen Drang, berühmt zu werden, einen gehörigen Dämpfer verpasst.

… und es hat BOOM gemacht.

Die Erkenntnis, dass ALLE Social Media Plattformen nur eins wollen, nämlich Geld mit mir als User verdienen, indem sich mir pro Account, dem ich folge, mindestens eine Werbeanzeige zeigen. Wie sehr sich alle User um mehr und mehr Follower reißen, sich dafür unter Wert verkaufen und alles dafür tun. Vor allem visuelle Plattformen, wie Instagram, TikTok, SnapChat etc. Es geht nie um den User, es geht um Anzeigenschaltungen durch Firmen und Brands. Es ekelte mich einfach nur noch an. Tut es übrigens immer noch.

Ich wollte da nicht mehr mitmachen … und ließ meinen Großaccount … sterben.

  • Zuerst postet ich nur noch Stories, keine Bilder mehr.
  • Dann interagierte ich nur noch mit meinem Backup-Account.
  • Dann wechselte ich meinen Großaccount von Public auf Private.

Es war eine gute Entscheidung und ich bereue sie nicht, denn diese Zeiten sind definitiv vorbei. Was nichts daran ändert, dass ich ihnen nicht trotzdem manchmal nachhänge.

Empfehlung: Falls du ein wenig über die Mechanismen von Instagram und dem Bestreben von META, TWITTER, TIK TOK und CO. erfahren willst, mehr und mehr Zeit auf der Social Media Plattform zu verbringen, empfehle ich dir die BBC Documentation THE INSTAGRAM EFFECT auf YouTube (Untertitel sind verfügbar).

Aus den Augen, aus dem Sinn? 

Die Frage, die mich jetzt wirklich sehr in Beschlag nimmt ist: Soll ich meine Yogakarriere nochmal aufnehmen? Es scheint, als ob Instagram ein Mandatory Requirement wäre, um überhaupt noch irgendwie im Gespräch zu bleiben, um für Vertretungsstunden in Betracht gezogen zu werden, geschweige denn Anfragen für Workshops oder anderes zu bekommen.

Ein tiefer innerer Konflikt tut sich in mir auf.

Ich mag mich nicht für einen Algorithmus verkaufen.
Ich will mich nicht zum Trottel machen müssen, um auf Insta gesehen zu werden.
Ich habe mich an die viele, mir zur Verfügung stehende Zeit gewöhnt (sooo viele Bücher, die gelesen werden wollen).

Und oft vermisse ich diese Zeit. Eine Zeit, in der ich angesagt war. Eine Zeit, in der es schien, als ob es um mich ging. Tatsächlich ging es nie um mich. Immer nur um das Geld, das andere potentiell mit mir verdienen konnten.

Wem fällt noch auf, dass es hier um eine Sucht geht? Und mein Dealer war Insta & Co.

Was also tun?

Seid ihr auch so gespannt auf die Antwort, wie ich? 

♨️ Die erste Stunde im kommenden Monat findet am Mittwoch, 7. Dezember 2022, 16:30-18 Uhr statt.


Auf meinem YouTube Channel findet ihr ein paar Anregungen🥰
(verfügbar in Deutsch und English)

Dry January

Nach all den vielen Fest- und Feiertagen legen viele von uns den Dry January ein. Kein Alkohol für den ganzen Monat Januar. Nun, da ich seit Januar 2014 keinen Alkohol mehr trinke, fällt das irgendwie flach für mich. Wie ihr im letzten Post lesen konntet, hatte ich mich also für den Entzug von Social Media Plattformen entschieden.

The soul becomes dyed with the colour of its thoughts.

Marcus Aurelius

… und meine Gedanken kreis(t)en zu viel und zu intensiv um das Thema Content, das Kreieren, das »lustig«, das »inspirierend sein«… und es raubt mir die Energie. Energie, die ich benötige, um für mich zu entscheiden, wie es weiter gehen soll. Viele Bereiche meines Lebens befinden sich seit einiger Zeit im Umbruch. Ich fühle mich gefangen in meinen eigenen Gedanken und Wertvorstellungen. Nicht gerade das, was ich mir für diese so schöne Lebensphase so vorgestellt hatte.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Also habe ich alle Social Media Apps gaaaaanz nach hinten auf die letzte Seite meines Smartphones verschoben und alle Benachrichtigungen ausgeschaltet. Aus den Augen, aus dem Sinn sozusagen. Es funktioniert. Sehr gut sogar.

Nach der ersten Woche Meta Universe Abstinence kann ich nur sagen, dass mich die Zeit, die ich auf einmal zur Verfügung habe umhaut. Es gibt Momente, in denen ich mich sogar LANGWEILE. Warum das gut ist, kann ich in einem anderen Post näher ausführen. Nur soviel. Wir alle haben verlernt, uns zu langweilen.

Und ab geht’s in die Suchtgrube

Es ist unfassbar zu realisieren, wie oft ich auf’s Handy schaue, um einfach nur kurz zu checken, was online so abgeht. Vor allem Abends auf dem Sofa. Und naja, jetzt ist nix mehr da, was ich checken könnte, außer meinen Emails. Nicht gerade sehr spannend, was da rein kommt 😂.

Ich will aber auch ganz ehrlich sein. Meine Natur ist die eines Suchtis. Ich habe exzessiv geraucht, getrunken, gelebt, gefeiert, und ja, selbst Sport und Yoga fällt für mich unter diese Kategorie. Instagram & Co sind dabei natürlich die besten Drug Dealer, um die Sucht weiter voranzutreiben.

Es dauert immer eine Weile, bis man es selbst realisiert, dass man »wieder drauf« ist. Meine Yoga Praxis ist mir dabei eine großartige und sehr ehrliche Freundin, die mir schonungslos die Realität vor Augen hält. Und ich rede nicht von der Zeit, die ich tatsächlich auf der Matte verbringe, sondern dem Grad der BEREITWILLIGKEIT, mit der ich meine Mattenzeit der Plattform meiner Begierde opfern würde.

Etwas zum Nachdenken

Welches Objekt (oder gar Subjekt?) deiner Begierde lässt dich tiefer in diese Grube steigen? Fällt es dir rechtzeitig auf? Was hilft dir, die Situation einzuschätzen? Wie sieht dein Anker aus? Fragen, über die es sich nachzudenken lohnt. Jede*r hat es in sich.

Und weil ich meine Bildschirmzeit ganz grundsätzlich etwas limitieren möchte (meine Sehkraft ist ja auch nicht mehr die Beste), gibt es jetzt immer am Anfang des Monats die Übersicht aller geplanten Stunden.

𝕊𝕋𝕌ℕ𝔻𝔼ℕ 𝕀𝕄 𝕁𝔸ℕ𝕌𝔸ℝ

Mittwoch, 12. Januar 16:30-18 Uhr
Mittwoch, 19. Januar 16:30-18 Uhr
Mittwoch, 26. Januar 16:30-18 Uhr

Puls Killesberghöhe (ehem. Jivana Yoga)
Bitte beachtet die derzeit gültigen Regeln der Studios. Diese erfahrt ihr immer auf deren Homepages.

Sollte es Ausnahmen zur Regel geben, findet ihr diese auch immer auf der großen Übersicht. Natürlich werde ich den zusätzlichen Stunden immer auch einen eigenen Blogpost spendieren 😉.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr, euch auch in diesem Jahr wieder zur Seite zu stehen, damit ihr euer Potential entdecken könnt. Denn nur wer mit offenen Augen durch die Situationen des Lebens geht (oder auch mal strauchelt) erkennt, dass es immer Wege gibt, die eigene Situation, dem scheinbar vorgegebenen Weg eine neue Richtung zu geben.

Bis zum nächsten ehrlichen Moment auf der Matte ❤️


Es gibt auch ein neues Video auf meinem YouTubeKanal „HalfMoon Rising“. Eine englischsprachige Klasse für Anfänger, die diese herausfordernde Asana des Halbmonds, auch Ardha Chandrasana angehen möchten.

Klick auf das Bild oder hier, um zum Video zu gelangen.

𝐕𝐎𝐑𝐀𝐍𝐊𝐔̈𝐍𝐃𝐈𝐆𝐔𝐍𝐆𝐞𝐧:

♨️ Die erste Stunde im Februar findet am Mittwoch, 2. Februar 2022, 16:30-18 Uhr statt.

Auf meinem YouTube Channel findet ihr ein paar Anregungen🥰
(verfügbar in Deutsch und English)