Es weihnachtet (mal wieder) sehr.

Die Welt – so verstörend sie im Moment auch sein mag – hält jedes Jahr für ein paar Momente die Luft an. Aber bevor es soweit ist, dreht sie nochmal voll auf, als ob es kein Morgen gibt. Wie ein Flugzeug, das kurz vor dem Touch Down dann doch nicht landen darf und nochmal voll aufdrehen muss.

Ja, das ist sie. die Vorweihnachtszeit.

Für die meisten von uns Stress pur. Auf der Arbeit im „Jahresendgeschäft“, jeder Bereich hat seine Arbeit vollbracht und füllt die verbleibenden Tage mit End-of-the-year Calls, in dem das ein oder andere Thema vorgestellt werden soll. Das Controlling wühlt sich durch die Zahlen, in den Supermärkten und Geschäften tippen sich die Verkäufer und Verkäuferinnen die Finger wund, um alle Weihnachtsgeschenke abzurechnen, die sie dann im neuen Jahr wieder in Empfang nehmen dürfen.

𝘔𝘺 𝘪𝘥𝘦𝘢 𝘰𝘧 𝘊𝘩𝘳𝘪𝘴𝘵𝘮𝘢𝘴, 𝘸𝘩𝘦𝘵𝘩𝘦𝘳 𝘰𝘭𝘥-𝘧𝘢𝘴𝘩𝘪𝘰𝘯𝘦𝘥 𝘰𝘳 𝘮𝘰𝘥𝘦𝘳𝘯, 𝘪𝘴 𝘷𝘦𝘳𝘺 𝘴𝘪𝘮𝘱𝘭𝘦: 𝘭𝘰𝘷𝘪𝘯𝘨 𝘰𝘵𝘩𝘦𝘳𝘴. 𝘊𝘰𝘮𝘦 𝘵𝘰 𝘵𝘩𝘪𝘯𝘬 𝘰𝘧 𝘪𝘵, 𝘸𝘩𝘺 𝘥𝘰 𝘸𝘦 𝘩𝘢𝘷𝘦 𝘵𝘰 𝘸𝘢𝘪𝘵 𝘧𝘰𝘳 𝘊𝘩𝘳𝘪𝘴𝘵𝘮𝘢𝘴 𝘵𝘰 𝘥𝘰 𝘵𝘩𝘢𝘵?

Bob Hope

Auszeit.

Umso wichtiger werden kleine Auszeiten. Es muss nicht immer das pompöse Ski-Wochenende sein. Es reicht ein Besuch bei der Freundin, ein paar Stunden in der Therme oder einfach auch nur den Fernseher eine Stunde früher ausmachen, um endlich den Schmöker zu Ende zu lesen.

Oder – how revolutionary – eben sich ANDERS zu bewegen als sonst. Ich hab mir z.B. vorgenommen, jeden Tag ne Runde auf dem Drahtesel zu drehen. Egal, wie das Wetter ist, Hauptsache raus, Hauptsache was anderes, als das ich sowieso jeden Tag tue.

Und wenn es für DICH bedeutet, ins Yoga zu kommen, vielleicht sogar in eine meiner Stunden (und von denen gibt diesen Monat reichlich), dann freue ich mich umso mehr.

Hier also die Türen, die für dich immer offen stehen:

Physio meets Yoga in Dezember.

𝕀ℕ-ℙ𝔼ℝ𝕊𝕆ℕ ℂ𝕃𝔸𝕊𝕊𝔼𝕊

Mittwoch, 7. Dez, 16:30-18:00
Mittwoch, 14. Dez, 16:30-18:00
Mittwoch, 21. Dez, 16:30-18:00
Mittwoch, 28. Dez, 16:30-18:00
❗️Mittwoch, 28. Dez, 18:15-19:45

Puls Killesberghöhe, Stuttgart
(Unterrichtssprache Deutsch)

📸 Something different. Some weird pose I love to throw once in a while. No deeper purpose than just that.

🤓 Did you know that … you don’t have to do weird poses to actually DO yoga?

𝕆ℕ𝕃𝕀ℕ𝔼 ℂ𝕃𝔸𝕊𝕊𝔼𝕊

Tuesday, 20. Dez, 3:30-4:30pm (CET)
Tuesday, 27. Dez, 3:30-4:30pm (CET)

BLISS on LYT Prime*
(teaching language English)

A BLISS Class is a slow, breath-filled LYT class with two sequences, ideal for those with bone, joint or other issues or movement restrictions.

*Classes are included in your LYT PRIME membership. DropIn US$15.

Freue mich sehr darauf, euch wieder durch diesen Monat begleiten zu dürfen.

♨️ First class next month on Monday, January 2, 2023, 10-11:30 Uhr, Puls Killesberghöhe

Auf meinem YouTube Channel findet ihr ein paar Anregungen🥰
(verfügbar in Deutsch und English)

Reminder: Resting is a good thing

Nun sind sie wieder da. Die Gedanken über die vergangenen Wochen und Monate, vielleicht sogar Jahre. Und ich gebe gerne zu, dass ich selten dem Ende eines Kalenderjahres mit so vielen traurigen und entmutigenden Gedanken entgegengeblickt habe. Angefangen von der Politik, über unsere gesellschaftliche Situation, die uns bevorstehende kalte Zeit mit allem was dazugehört, Inflation, Rezession, und wie schwer es für uns werden wird.

Jammern auf sehr hohem Niveau, ist mir schon klar.

May I never be complete. May I never be content. May I never be perfect.

Chuck Palahniuks

Im Moment kann ich noch nicht mal für mich selber absehen, in welche Richtung meine Reise geht. Mein Job nimmt mich sehr ein und lässt mir kaum Zeit, meinen Gedanken um meine Zukunft freien Lauf zu lassen oder sie gar zu ordnen.

Trotzdem gibt es diesen Antrieb. 

Jeden Morgen aus dem Bett aufzustehen.
Jeden Tag sein Bestes zu geben.
Jeden Tag mit positiven Gedanken und zufrieden mit sich selbst Schlafen zu gehen.

Aber auch 

Mitgefühl für andere aufzubringen.
Offen zu sein für neue Wege und Meinungen.

Und vor allem.

Sich selbst vergeben, wenn all das mal nicht so klappt, wie man das gerne gehabt hätte.
Wenn man – wie ein Frischling – Fehler gemacht hat.
Wenn man sich durch eine blöde Bemerkung verunsichert fühlt und wie ein Reh im Fernlicht einfach stehenbleibt.
Wenn man – wie ganz oft um diese Jahreszeit – vergangenen Zeiten nachhängt.

Ganz aktuell gibt’s jetzt aber …

Physio meets Yoga in NOVEMBER.

𝕀ℕ-ℙ𝔼ℝ𝕊𝕆ℕ ℂ𝕃𝔸𝕊𝕊𝔼𝕊 𝕀ℕ ℕ𝕆𝕍𝔼𝕄𝔹𝔼ℝ

Mittwoch, 2. November, 10:15-11:45
Mittwoch, 9. November, 11:k0-13:20
Mittwoch, 16. November, 16:30-18:00
Mittwoch, 23. November, 16:30-18:00
Mittwoch, 30. November, 16:30-18:00

Puls Killesberghöhe (ehem. Jivana Yoga)

📸 Child’s or Seed Pose (Balasana)

🤓 Did you know that Balasana is amazing if you’re finding yourself in a place where you have many thoughts swirling around in your head? It also has an instant calming and soothing effect on the brain.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Ihr seid das Highlight meiner Woche, und ich freue mich riesig, euch wieder auf der Matte begleiten zu dürfen.

Und damit dieser Gedankenstrang nicht abreisst.

Als ich heute meinen Blogpost für den monatlichen Unterrichtsplan erstellt habe, viel mir auf, dass ich keine, wirklich keine aktuellen Bilder mit mir in einer Yogapose oder zumindest ein yogaverwandtes Bild habe.

Es gab eine Zeit, an denen ich jeden Tag mindestens ein, meistens sogar mehr (Yoga-) Bilder für Instagram geschossen, bearbeitet und den dazugehörigen Text vorbereitet habe.

  • In dieser Zeit habe ich auf dieser Social Media Platform ein respektables „Following“ angehäuft.
  • In dieser Zeit habe ich – neben meiner Arbeit – ca 5-10 Stunden pro Tag (!!!) investiert, um mit meinen Follower in Kontakt zu bleiben.
  • In dieser Zeit habe ich kein Privatleben gehabt, war die meiste Zeit online alleine, hetzte von einem „Gig“ zum nächsten.

Ja, in dieser Zeit habe ich jede Woche, jeden Monat mindestens 2-5 Anfragen erhalten, ob ich einen Workshop, ein Training oder sogar auf einer Yoga Conference einen Einheit unterrichten würde.

Ganz ehrlich … ich habe es genossen und mein Plan stand.

Ich werde berühmt.

Die Pandemie machte mir einen Strich durch die Rechnung. Online Unterricht habe ich ausprobiert und für mich entschieden, daß es mich nicht erfüllt. Eher das Gegenteil, es brannte mich aus.

Walk the Talk.

Mein Körper konnte durch die Degeneration meines linken Hüftgelenks irgendwann nicht mehr das vermitteln, was mein Mund in meinem Unterricht erzählt hat. Die Hüftoperation war das Beste, was ich in den letzten 2,5 Jahren angegangen bin. Trotzdem hat sie mich ausgebremst und meinen Drang, berühmt zu werden, einen gehörigen Dämpfer verpasst.

… und es hat BOOM gemacht.

Die Erkenntnis, dass ALLE Social Media Plattformen nur eins wollen, nämlich Geld mit mir als User verdienen, indem sich mir pro Account, dem ich folge, mindestens eine Werbeanzeige zeigen. Wie sehr sich alle User um mehr und mehr Follower reißen, sich dafür unter Wert verkaufen und alles dafür tun. Vor allem visuelle Plattformen, wie Instagram, TikTok, SnapChat etc. Es geht nie um den User, es geht um Anzeigenschaltungen durch Firmen und Brands. Es ekelte mich einfach nur noch an. Tut es übrigens immer noch.

Ich wollte da nicht mehr mitmachen … und ließ meinen Großaccount … sterben.

  • Zuerst postet ich nur noch Stories, keine Bilder mehr.
  • Dann interagierte ich nur noch mit meinem Backup-Account.
  • Dann wechselte ich meinen Großaccount von Public auf Private.

Es war eine gute Entscheidung und ich bereue sie nicht, denn diese Zeiten sind definitiv vorbei. Was nichts daran ändert, dass ich ihnen nicht trotzdem manchmal nachhänge.

Empfehlung: Falls du ein wenig über die Mechanismen von Instagram und dem Bestreben von META, TWITTER, TIK TOK und CO. erfahren willst, mehr und mehr Zeit auf der Social Media Plattform zu verbringen, empfehle ich dir die BBC Documentation THE INSTAGRAM EFFECT auf YouTube (Untertitel sind verfügbar).

Aus den Augen, aus dem Sinn? 

Die Frage, die mich jetzt wirklich sehr in Beschlag nimmt ist: Soll ich meine Yogakarriere nochmal aufnehmen? Es scheint, als ob Instagram ein Mandatory Requirement wäre, um überhaupt noch irgendwie im Gespräch zu bleiben, um für Vertretungsstunden in Betracht gezogen zu werden, geschweige denn Anfragen für Workshops oder anderes zu bekommen.

Ein tiefer innerer Konflikt tut sich in mir auf.

Ich mag mich nicht für einen Algorithmus verkaufen.
Ich will mich nicht zum Trottel machen müssen, um auf Insta gesehen zu werden.
Ich habe mich an die viele, mir zur Verfügung stehende Zeit gewöhnt (sooo viele Bücher, die gelesen werden wollen).

Und oft vermisse ich diese Zeit. Eine Zeit, in der ich angesagt war. Eine Zeit, in der es schien, als ob es um mich ging. Tatsächlich ging es nie um mich. Immer nur um das Geld, das andere potentiell mit mir verdienen konnten.

Wem fällt noch auf, dass es hier um eine Sucht geht? Und mein Dealer war Insta & Co.

Was also tun?

Seid ihr auch so gespannt auf die Antwort, wie ich? 

♨️ Die erste Stunde im kommenden Monat findet am Mittwoch, 7. Dezember 2022, 16:30-18 Uhr statt.


Auf meinem YouTube Channel findet ihr ein paar Anregungen🥰
(verfügbar in Deutsch und English)